Rien ne vas plus, nichts geht mehr

Geschrieben am 28. Dezember 2018

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Liebe Blogleser, schon wieder neigt sich ein Jahr zu Ende und wieder einmal ging es (gefühlt) viel schneller vorbei als all die Jahre vorher.

Steuerrechtlich ergießt an Silvester sich nochmals ein warmer Regen in die Kassen des Finanzministers. In den vergangenen fünf Jahren wurden jeweils ca. 40.000 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert; hierauf konnten jeweils nicht unerhebliche Einfuhrabgaben erhoben werden. Die Branche selbst rechnet in diesem Jahr mit ca. 140 Mio. EUR Umsatz. Selbst, wenn man den Aufschlagsatz des Handels nicht einbezieht, ergibt sich eine Umsatzsteuer i.H.v. rund 26 Mio. EUR. Hinzu kommen noch die Ertragsteuern aus dem sicherlich nicht ertragsarmen Geschäft mit den Feuerwerkskörpern.

Allerdings darf man hierbei ja auch nicht vergessen, dass die Kommunen erhebliche Kosten mit den Reinigungskosten haben. Alleine in unserer Hauptstadt werden an Neujahr sicherlich wieder um 02:00 Uhr die Aufräumarbeiten mit 600 Mitarbeitern und 150 Fahrzeugen losgehen, um die Stadt wieder ein ansehnliches Bild zu geben. Aus diesem Grund gab es im Jahre 2011 eine Petition, die eine Sondersteuer i.H.v. 10% auf frei verkaufte Feuerwerkskörper einforderte zur Finanzierung der Beseitigung der Überreste des Silvesterfeuerwerks. Diese wurde aber vom Bundestag nicht positiv aufgenommen.

Bild Blog Silvester - Feuerwerk
© pexels.com

Unabhängig von den Niederungen des Steuerrechts ergibt sich in den letzten Tages des Jahres die Zeit, das vergangene Jahr zu reflektieren und zu bewerten. Die großen Themen orientieren sich gerne daran, wovon man in Medien und Öffentlichkeit meint, dass es wichtig war, einfach nur, weil es dort diskutiert und also auch dort stattfand. Insofern kann uns der mediale Rückblick bei Jauch, Lanz und Co. nur am Rande berühren. Denn die meisten Ereignisse, die unser Leben beeinflussen, sind - von Krieg und Naturkatastrophen abgesehen - immer privater Natur. Jemand wird geboren, jemand ist gestorben. Nichts verändert das Bewusstsein eines Menschen so sehr wie das. Hier hoffen wir, dass die Mehrzahl der positiven Ereignisse überwiegen möge und Sie mit Wohlwollen auf das Jahr 2018 zurückblicken.

Wenn man das vergangene Jahr unserer Kanzlei Revue passieren lässt, dann blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück, indem wir unter anderem unseren Büroanbau abgeschlossen haben und mit unseren Mitarbeitern dorthin umgezogen sind. Einige neue Mitarbeiter sind zu unserem Team hinzukommen, leider haben uns auch vereinzelte Mitarbeiter verlassen. Es war ein Jahr, in dem viele Entscheidungen zu treffen waren und in dem wir einmal mehr das Engagement und den Einsatz unserer Mitarbeiter eingefordert haben. Jahre wie dieses verlangen von unseren Mitarbeitern eine besondere Leistungsbereitschaft und besondere Flexibilität. Das waren die entscheidenden Faktoren dafür, dass wir diese Situationen gemeistert haben. Wir können für 2019 trotz personeller Neueinstellungen kein „ruhiges“ Jahr versprechen. Dazu sind wir alle zu sehr Realisten. Aber wenn wir daran denken, dass noch weitere Mitarbeiter unsere Crew ergänzen werden und welchen Teamgeist wir im letzten Jahr erlebt haben, dann gibt uns das Zuversicht und Optimismus für das kommende Jahr.

Unser Dank und unsere Anerkennung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Ihnen allen Ihren Familien wünschen wir ein paar erholsame und schöne Tage und für das neue Jahr Glück, Erfolg und Gesundheit! Abschließen möchte ich das Jahr mit einem Zitat von Johann Wilhelm Wilms, (1772-1847) beschließen:

„Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr. Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.“

Bild Blog Silvester - Sektgläser
© pexels.com

Ein Beitrag von Rainer Trapp