Schwarzgeld als Konjunkturbelebung

Geschrieben am 15. Dezember 2015

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Einem Bericht der Schweizer Handelszeitung zufolge klagt die Luxushotellerie in der Schweiz angesichts der Auswirkungen der Weißgeldstrategie der Schweizer Banken.

Egal ob Schnee lag und abhängig vom Wechselkurs: Die Schweizer Hotellerie konnte sich auf einen Kunden verlassen: Die Schwarzgeldtouristen. Über Jahrzehnte kamen sie in die Schweiz, um den Steuerbehörden in ihrem Heimatland zu entgehen. Übernachtet haben sie natürlich im Hotel.

Diese Zeiten sind vorbei. Der Schweizer Bundesrat hat schon 2012 die Weissgeldstrategie vorgeschlagen. Und die Banken beteuern, von Ausländern nur noch versteuertes Geld annehmen zu wollen.

Während der Finanzplatz mit dieser Strategie besser zurecht kommt, als gedacht, gibt es einen anderen Verlierer. Die Luxus-Hoteliers. Wie die Handelszeitung berichtet, setzt das der Branche zu.

Viele Gäste, etwa aus Deutschland oder Italien, kamen verlässlich und wetterunabhängig in die Schweiz, gingen ihren Bankgeschäften nach und stiegen dann in Luxus-Hotels ab. Solche Schwarzgeld-Gäste fehlen heute», sagt Philippe Frutiger, CEO der Giardino Hotels zur Handelszeitung. 

Laut der Handelszeitung leiden viele Hotels unter dem Effekt. Doch nur wenige sagen es öffentlich. 

Es ist aber nicht zu erwarten, dass die Schweizer Regierung deswegen ein entspechendes Konjunkturprogramm startet!

 

Ein Beitrag von Rainer Trapp