Ratingcheck für Ihren Jahresabschluss 2015

Geschrieben am 23. Januar 2016

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Wie jedes Jahr stellen sich in den Gesrpächen zum Jahresabschluss die Frage, welche Bilanz der Mandant gerne hätte. Banken, Gesellschafter, Finanzamt und auch Eigentümer oder Gesellschafter selbst haben unterschiedliche Anforderungen an den Jahresabschluss.

Also gilt es, gemeinsam das notwendige Bilanzmodell zu finden. Denn: Bei Banken stehen Jahresabschlüsse mit "Sonderausstattung" hoch im Kurs —das Rating wirft seine Schatten voraus.

Möchten Sie einen Kredit von der Bank oder haben Sie schon einen, fordern Banken zunehmend Jahresabschlüsse mit Plausibilitätsbeurteilung oder gar ein geprüfter Jahresabschluss.

Viele Banken fordern einen Erstellungsbericht zum Jahresabschluss, in dem z. B. über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Laufzeiten der Forderungen und betriebs-wirtschaftliche Kennzahlen informiert wird. Wir liefern Ihnen das Dokument; dies gehört bei uns zum Standart.

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Bilanz und welches Ergebnis Sie wünschen, denn durch die Ausnutzung von Bilanzierungswahlrechten lässt sich das Ratingergebnis vielleicht verbessern oder die Steuerlast mindern.

Mit Hilfe von Herrn Jürgen Herzig von einem unserer Kooperationspartner, dem Unternehmen
Finance Relations Management, ist es möglich, bereits vor der endgültigen Erstellung des Jahresabschlusses die Auswirkungen des Jahresabschlusses auf das Rating zu simulieren.

In unserem heutigen Gastblog berichtet Herr Herzig über diese Möglichkeiten und seinem empfohlenen Vorgehen, um das Minenfeld "Rating" gekonnt zu meistern.


In den nächsten Wochen werden alle Unternehmer wieder mit der Erstellung des Jahres-abschlusses für 2015 beschäftigt sein. Zu beachten dabei: die Qualität des Abschlusses ist maßgeblich für die Kreditbereitschaft und die Finanzierungskonditionen der Banken.

Basel III und andere Maßnahmen der Bankenaufsicht werfen lange Schatten. Die Ansprüche von Banken und Sparkassen an die Bonität ihrer Kreditnehmer wachsen ständig. Die sich im Rating abbildende Bonität bleibt einer der wichtigsten Schlüssel zum Kreditmarkt, und der Jahresabschluss 2015 wird nun einmal wieder der wichtigste Ratingtreiber im ganzen Geschäftsjahr sein.

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Bild: 401(K) 2012 cc-by.png cc-sa.png Bestimmte Rechte vorbehalten

Andererseits werden Unternehmer im Rahmen Ihrer Abschlussarbeiten wieder vor der Frage stehen, inwieweit zulässige Gestaltungsspielräume des Bilanzrechts ausgeschöpft werden sollen, um das Jahresergebnis steuerlich zu optimieren. Kollisionen zwischen dem Unternehmerinteresse, die Steuerlast so gering wie möglich zu halten, und dem Anspruch der Banken nach einem ausgewogenen Verhältnis von Verschuldung und Jahresergebnis, sind da nicht ausgeschlossen.

Wir raten deshalb allen Unternehmern – auf jeden Fall aber denen, deren Bilanzen sich im Grenzbereich bewegen, oder die in 2016 größere Investitionen planen – die Jahresabschlüsse vor Weitergabe an Banken einem Ratingcheck zu unterziehen, um Überraschungen zu vermeiden und gegebenenfalls durch Gestaltungsmaßnahmen im Jahresabschluss Einfluss auf das Rating zu nehmen.

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Bild: jvleis cc-by.png cc-sa.png Bestimmte Rechte vorbehalten

In der Praxis raten wir daher zu einem Ratingcheck, wahlweise als Kurz- oder Intensivsimulation (für ein bzw. drei Geschäftsjahre). Wir verwenden dafür die seit 15 Jahren etablierte Ratingsoftware R-Cockpit® der Scope Ratings AG, deren Aussagegehalt für die Ratingsysteme aller deutschen Kreditinstitute zutreffend ist. Ein Beispiel einer solchen Intensivsimulation können Sie auf der Homepage
www.herzig-frm.de unter der Rubrik „Aktuelles“ ansehen und downloaden.

Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht von Ihrer Bank überraschen, sondern steuern Sie Ihre Bonität vorausschauend. Der Ratingcheck hilft Ihnen dabei. Nutzen Sie diese Chance jetzt. Die nächste kommt erst in 2017 wieder.

Übrigens: die Ratingsimulation mit R-Cockpit hat sich auch bei der Bewertung von Planszenarien und deren Auswirkungen auf die Bonitätsentwicklung bewährt. Nicht selten kommt es nach größeren Investitionen oder Umsatzsprüngen zu Verwerfungen in der Bilanzstruktur, die sich negativ auf das Rating auswirken. Mit R-Cockpit® können diese Wirkungen simuliert und Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden, bevor es zu Bonitätskonsequenzen kommt.


Ein Beitrag von Jürgen Herzig
Finance Relations Management