(Bundesliga-)Tabellen

Geschrieben am 20. August 2014

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Am Wochenende geht sie wieder los, die Fußball-Bundesliga und im Schwabenland wird schon nach dem ersten Spieltag geschaut, auf welchem Platz „unser“ VfB steht.Denn nur das „oben“ oder „unten“ entscheidet. Über Sieger und Besiegte, über Meister und Absteiger.

Aber nicht nur im Sport sind Tabellen zu beobachten. Auch sonst gibt es kaum etwas, das sich nicht in eine Rangfolge stopfen ließe. Vermeintliche Fachmedien klären uns in Rankings über die besten Unis, die erfolgreichsten Manager, die innovativsten Wissenschaftler etc. auf.

Und schließlich nicht nur private Fernsehsender präsentieren uns in penetranter Regelmäßigkeit „Die 10 größten….,schönsten….,beliebtesten…., (die Substantive können nun in etwa wie folgt ergänzt werden: …Volksfeste, ….Eisenbahntunnel, ….Tütensuppen).

Aber Tabellen kommen uns auch ernsthafter daher.

Eine „Frankfurter Tabelle“ regelt Erstattungsansprüche bei verunglückten Urlaubsreisen, die „Düsseldorfer Tabelle“ beziffert Unterhaltsleistungen in Familiensachen. Tabellen bestimmen, wer was weshalb bezahlen muss.

Auch im Steuerrecht.

Steuerzahler gehören dank der kalten Progression sogar schon im Mittelfeld der Tarif-Tabelle zu den Verlieren. Dies liegt vor allem an den nicht eingehaltenen Steuersenkungsversprechen der Politiker. Angesichts dieses fortwährenden Wortbruchs der Politiker wundert es nicht, dass die Vorgenannten in der Tabelle der vertrauenswürdigsten Berufe (siehe die Job-Ranking-Tabelle auf Spiegel-Online vom 21.02.2014) auf dem (aller-)letzten Platz landen. An vorderster Stelle stehen übrigens Krankenschwestern und Feuerwehrleute.

Es scheint, als ob Tabellen über eine weitere Eigenschaft verfügen: sie lügen nicht ...

Beitrag von Rainer Trapp