Apothekenklima-Index 2018: Befragung zur Branche

Die selbständigen Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland blicken offenbar mit zunehmender Skepsis in die Zukunft. Gut 71 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung der Apothekenbranche. 2016 waren es noch knapp 51 Prozent.

Sorge bereitet den ApothekerInnen auch der Nachwuchs: Ein Drittel von ihnen rechnet damit, für neu zu schaffende oder nachzubesetzende Pharmazeuten-Stellen in den nächsten zwei bis drei Jahren keine geeigneten Bewerber zu finden. So lauten die Ergebnisse des Apothekenklima-Index 2018, einer repräsentativen Meinungsumfrage von Kantar TNS im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Der Apothekenklima-Index fragt auch nach Motivatoren und Stressoren im Apotheken-Alltag. Für fast 78 Prozent der Apothekenleiterinnen und -leiter sind die Beratung und der persönliche Kontakt zu den Patienten eine entscheidende Motivation bei der Arbeit. Fast 95 Prozent der Befragten sehen in ihrer Apotheke auch Potenzial, Pflegebedürftige und deren Angehörige im häuslichen Umfeld zu unterstützen. Als häufigstes Ärgernis wird der bürokratische Aufwand genannt (ca. 88 Prozent der Befragten). Öfter als in früheren Jahren wurden aber auch Lieferengpässe bei Arzneimitteln als Stressfaktor angegeben (ca. 58 Prozent).

(ABDA / STB Web)

Artikel vom: 15.10.2018

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